Unter dem klaren Motto „Hände weg vom Sozialstaat! Unsere Rechte sind nicht verhandelbar!“ rufen die Gewerkschaften gemeinsam zu einer Kundgebung am 10. Juli in Bochum auf. Initiiert im Rahmen der Aktion „Ruhrpott Rebellion“ der IG Metall, wird die Protestaktion von der DGB-Familie sowie dem Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit unterstützt.
Weltweit wachsen die Privatvermögen – vor allem die der ohnehin schon Reichen. Das zeigt ein Bericht der Bank UBS. In Deutschland besaßen die reichsten 3,9 Prozent im vergangenen Jahr fast die Hälfte des Gesamtvermögens.
Es gibt Momente, in denen Schweigen keine Option mehr ist. Wenn Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Wenn Solidarität infrage gestellt wird. Wenn der Sozialstaat Stück für Stück ausgehöhlt werden soll. Dann ist es Zeit, aufzustehen. Die Ruhrpott-Rebellion ist mehr als eine Aktion. Sie ist ein Zeichen. Für Zusammenhalt. Für Respekt. Für eine Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird. Wir zeigen Haltung. Wir werden laut, wenn es darauf ankommt. Und wir sagen gemeinsam: Bis hierhin. Und nicht weiter. ✊ Für einen starken Sozialstaat. Für gute Arbeit. Für unsere Zukunft. Mehr zur Aktion und wie du Teil der Ruhrpott-Rebellion werden kannst: https://ruhrpottrebellion.org
Im Ruhrpott startet die IG Metall mit vielen Bündnispartner*Innen die Ruhrpott Rebellion. Ein Aufruf an die Arbeiterklasse, sich zu vereinen und den Sozialstaat zu verteidigen! Den Luxus den wir heute haben, haben unser Eltern, Großeltern und Vorfahren für uns erkämpft. Keine Regierung jemals, hat den Sozialstaat ohne den Druck der arbeitenden Klasse erbaut. Tarifverträge, Sozialversicherungen, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und der 8-Stunden-Tag sind Errungenschaften der Gewerkschaften. Unser Vorgänger haben Sie erkämpft und es ist unsere Aufgabe diese zu verteidigen!
TV-Bericht von STUDIO 47 .live aus Duisburg
Für die Jugend ist dies besonders wichtig: Denn ein starker Sozialstaat, bedeutet eine starke Zukunftsperspektive! Gegen Krieg! Gegen Aufrüstung! Sei dabei!
Solidarität bedeutet Zusammenstehen, Zusammenhalten, Zusammenkämpfen! Alleine ist man schwach, doch gemeinsam sind WIR stark! Wir zeigen der Bundesregierung die rote Karte und gehen auf die Straße! Sei dabei! ruhrpottrebellion.org
IG Metall Ruhrgebiet Mitte Unmut gegen Pläne zur Rentenreform
Die IG Metall Ruhrgebiet Mitte kritisiert die jüngst vorgelegten Vorschläge der Rentenkommission scharf. Aus Sicht der Gewerkschaft drohen massive Verschlechterungen für Beschäftigte ihrer Branchen, insbesondere durch eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters und vor allem der Entfall der vorzeitigen abschlagsfreien Rente nach 45 Beschäftigtenjahren erhitzen die Gemüter. Die Rentenkommission stellt in Aussicht, dass die Rente mindestens 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens erreichen soll. Nicht deutlich gemacht wird jedoch, dass die gesetzliche Rente langfristig sinken soll und dieses Niveau nur erreichbar ist, wenn zusätzlich privat, betrieblich und in kapitalgedeckte Modelle eingezahlt wird.
„Die Vorschläge der Rentenkommission gehen an der Realität der Beschäftigten vorbei,“ erklärt Ulrike Hölter, Geschäftsführerin der IG Metall Ruhrgebiet Mitte „Wer jahrzehntelang im Schichtbetrieb, in der Produktion oder Handwerk gearbeitet hat, kann nicht einfach immer länger arbeiten. Statt Sicherheit wird Unsicherheit organisiert.“ Auch in den Büros wachse zunehmend der Druck. „Die Belastungen durch ständig steigende Anforderungen werden immer stärker. Längst sind psychische Erkrankungen oder gar Burnout kein exotischer Begriff für ein Szenario einer möglichen Zukunft mehr, sondern knallharte Realität vieler Menschen.“
Nach der Befreiung vom Faschismus stand die Kinder- und Jugendarbeit in Deutschland vor einem Neuanfang. Jugendverbände haben sich in zahlreichen Städten zusammengeschlossen, um demokratische Strukturen als Gegenentwurf zur Hitlerjugend zu schaffen. Im Sommer 1946 wurde der Jugendring Bochum gegründet und macht sich seitdem für junge Menschen und eine bunte Stadtgesellschaft stark.
80-Jahr-Feier des Kinder- und Jugendrings Bochum Samstag, 04. Juli 2026, 15.00 Uhr Spielfest, 17.00 Uhr Festakt Urban Green, Am Hausacker 45a, 44807 Bochum
Heute vereint der Kinder- und Jugendring Bochum 41 Jugendverbände und Jugendinitiativen. Sie haben sich freiwillig zusammengeschlossen, um jungen Menschen ein gutes Aufwachsen in Bochum zu ermöglichen. Die Stärkung der demokratischen Strukturen und der Einsatz für eine bunte Stadtgesellschaft sind aktuell die größten gemeinsamen Herausforderungen für die Jugendverbände, die Jugendinitiativen und für den Kinder- und Jugendring.
ver.di und OB fordern Bundesregierung auf, die Kommunen hinreichend auszustatten
Kritik von ver.di an den Sparplänen der Stadt Bochum
Anlässlich des Internationalen Tag des öffentlichen Dienstes am 23.06.2026 würdigen die Gewerkschaft ver.di und der Oberbürgermeister der Stadt Bochum die Arbeit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Bochum.
Die aktuellen Temperaturen machen deutlich, was Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler in Bochum schon lange erleben: Viele Schulen sind auf Hitze schlicht nicht vorbereitet. Der GEW Stadtverband Bochum sieht dringenden Handlungsbedarf – Hitzeschutz darf nicht länger vom Zustand einzelner Schulgebäude oder von der Kassenlage der Kommunen abhängen.
Ein Blick auf drei Bochumer Schulen zeigt das ganze Ausmaß des Problems: Die Gesamtschule Bochum-Mitte hat verschattende Vorhänge erhalten – nach zehn Jahren Wartezeit. An der Maria Sibylla Merian Gesamtschule hingegen fehlt im Oberstufengebäude weiterhin jeglicher wirksamer Sonnenschutz. Innenvorhänge verdunkeln die Räume, kühlen sie aber kaum. Was fehlt, sind Außenblenden. Auch die Schüler in den Klassen 5 – 10 leiden. Sie sitzen dort mit 30 Schülerinnen und Schüler in Räumen, die für 25 Personen ausgelegt sind – mehr Körperwärme, mehr Belastung, mehr Risiko. Am Neuen Gymnasium Bochum sorgt die Lichtkuppel für Hitze. Doch nur die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 haben dort nach der 4. Stunde hitzefrei.
Am letzten Samstag an der Drehscheibe im sonnendurchfluteten Bochum: Infostand von DGB, IG Metall und Bochumer Bündnis … : »Hände weg vom Sozialstaat!«
Info-Veranstaltung vom Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e.V.
In den kommenden Jahrzehnten werden die meisten Bochumer Häuser energetisch umgestellt. Das bedeutet konkret, bessere Dämmungen und neue Heizungen. Die Stadt Bochum hat dafür im Mai den Wärmeplan veröffentlicht, der angibt wo künftig Fernwärme verlegt sein wird. Im Rahmen der Wärmewende muss die Wärmeversorgung mittelfristig in allen anderen Häusern mit Nahwärmenetzen sowie Wärmepumpen sicher gestellt werden. Das Bündnis „Wir wollen wohnen Bochum“ lädt daher ein, um über die Planungen und offene Fragen zu informieren.
Ruhrpott Rebellion – Hände weg vom Sozialstaat! 10. Juli 2026, 17:00 Uhr, Dr.-Ruer-Platz, Bochum
Breites Bündnis ruft zur Teilnahme an der Ruhrpott Rebellion in Bochum auf
„Wenn bei Bildung, Inklusion, Integration und sozialer Sicherheit gekürzt wird, betrifft das nicht Einzelne – es betrifft uns alle. Deshalb gehen wir am 10. Juli in Bochum auf die Straße.“
Das Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit Bochum unterstützt den Aufruf zur Ruhrpott Rebellion und wirbt für eine breite Beteiligung an der Kundgebung „Hände weg vom Sozialstaat!“ am 10. Juli 2026 auf dem Dr.-Ruer-Platz in Bochum. Gemeinsam mit Gewerkschaften, Sozialverbänden, Initiativen und zahlreichen Engagierten setzt sich das Bündnis für den Erhalt sozialer Sicherungssysteme, gesellschaftliche Teilhabe und eine solidarische Gesellschaft ein.
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