IG Metall Ruhrgebiet Mitte
Unmut gegen Pläne zur Rentenreform

Die IG Metall Ruhrgebiet Mitte kritisiert die jüngst vorgelegten Vorschläge der Rentenkommission scharf. Aus Sicht der Gewerkschaft drohen massive Verschlechterungen für Beschäftigte ihrer Branchen, insbesondere durch eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters und vor allem der Entfall der vorzeitigen abschlagsfreien Rente nach 45 Beschäftigtenjahren erhitzen die Gemüter. Die Rentenkommission stellt in Aussicht, dass die Rente mindestens 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens erreichen soll. Nicht deutlich gemacht wird jedoch, dass die gesetzliche Rente langfristig sinken soll und dieses Niveau nur erreichbar ist, wenn zusätzlich privat, betrieblich und in kapitalgedeckte Modelle eingezahlt wird.
„Die Vorschläge der Rentenkommission gehen an der Realität der Beschäftigten vorbei,“ erklärt Ulrike Hölter, Geschäftsführerin der IG Metall Ruhrgebiet Mitte „Wer jahrzehntelang im Schichtbetrieb, in der Produktion oder Handwerk gearbeitet hat, kann nicht einfach immer länger arbeiten. Statt Sicherheit wird Unsicherheit organisiert.“ Auch in den Büros wachse zunehmend der Druck. „Die Belastungen durch ständig steigende Anforderungen werden immer stärker. Längst sind psychische Erkrankungen oder gar Burnout kein exotischer Begriff für ein Szenario einer möglichen Zukunft mehr, sondern knallharte Realität vieler Menschen.“










