Ruhrpott Rebellion: Beschäftigte organisieren Widerstand 

 IG Metall Ruhrgebiet Mitte
Unmut gegen Pläne zur Rentenreform 

Die IG Metall Ruhrgebiet Mitte kritisiert die jüngst vorgelegten Vorschläge der Rentenkommission scharf. Aus Sicht der Gewerkschaft drohen massive Verschlechterungen für Beschäftigte ihrer Branchen, insbesondere durch eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters und vor allem der Entfall der vorzeitigen abschlagsfreien Rente nach 45 Beschäftigtenjahren erhitzen die Gemüter. Die Rentenkommission stellt in Aussicht, dass die Rente mindestens 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens erreichen soll. Nicht deutlich gemacht wird jedoch, dass die gesetzliche Rente langfristig sinken soll und dieses Niveau nur erreichbar ist, wenn zusätzlich privat, betrieblich und in kapitalgedeckte Modelle eingezahlt wird.

„Die Vorschläge der Rentenkommission gehen an der Realität der Beschäftigten vorbei,“ erklärt Ulrike Hölter, Geschäftsführerin der IG Metall Ruhrgebiet Mitte „Wer jahrzehntelang im Schichtbetrieb, in der Produktion oder Handwerk gearbeitet hat, kann nicht einfach immer länger arbeiten. Statt Sicherheit wird Unsicherheit organisiert.“ Auch in den Büros wachse zunehmend der Druck. „Die Belastungen durch ständig steigende Anforderungen werden immer stärker. Längst sind psychische Erkrankungen oder gar Burnout kein exotischer Begriff für ein Szenario einer möglichen Zukunft mehr, sondern knallharte Realität vieler Menschen.“

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Jubiläum: Kinder- und Jugendring feiert 80 Jahre

Nach der Befreiung vom Faschismus stand die Kinder- und Jugendarbeit in Deutschland vor einem Neuanfang. Jugendverbände haben sich in zahlreichen Städten zusammengeschlossen, um demokratische Strukturen als Gegenentwurf zur Hitlerjugend zu schaffen. Im Sommer 1946 wurde der Jugendring Bochum gegründet und macht sich seitdem für junge Menschen und eine bunte Stadtgesellschaft stark.

80-Jahr-Feier des Kinder- und Jugendrings Bochum
Samstag, 04. Juli 2026, 15.00 Uhr Spielfest, 17.00 Uhr Festakt
Urban Green, Am Hausacker 45a, 44807 Bochum

Heute vereint der Kinder- und Jugendring Bochum 41 Jugendverbände und Jugendinitiativen. Sie haben sich freiwillig zusammengeschlossen, um jungen Menschen ein gutes Aufwachsen in Bochum zu ermöglichen. Die Stärkung der demokratischen Strukturen und der Einsatz für eine bunte Stadtgesellschaft sind aktuell die größten gemeinsamen Herausforderungen für die Jugendverbände, die Jugendinitiativen und für den Kinder- und Jugendring. 

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Tag des öffentlichen Dienstes: Gute Daseinsvorsorge schützt die Demokratie

Anlässlich des Internationalen Tag des öffentlichen Dienstes am 23.06.2026 würdigen die Gewerkschaft ver.di und der Oberbürgermeister der Stadt Bochum die Arbeit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Bochum.

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GEW-Bochum: Hitzeschutz an Schulen ist keine Kür – er ist Pflicht

Die aktuellen Temperaturen machen deutlich, was Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler in Bochum schon lange erleben: Viele Schulen sind auf Hitze schlicht nicht vorbereitet. Der GEW Stadtverband Bochum sieht dringenden Handlungsbedarf – Hitzeschutz darf nicht länger vom Zustand einzelner Schulgebäude oder von der Kassenlage der Kommunen abhängen.

Ein Blick auf drei Bochumer Schulen zeigt das ganze Ausmaß des Problems: Die Gesamtschule Bochum-Mitte hat verschattende Vorhänge erhalten – nach zehn Jahren Wartezeit. An der Maria Sibylla Merian Gesamtschule hingegen fehlt im Oberstufengebäude weiterhin jeglicher wirksamer Sonnenschutz. Innenvorhänge verdunkeln die Räume, kühlen sie aber kaum. Was fehlt, sind Außenblenden. Auch die Schüler in den Klassen 5 – 10 leiden. Sie sitzen dort mit 30 Schülerinnen und Schüler in Räumen, die für 25 Personen ausgelegt sind – mehr Körperwärme, mehr Belastung, mehr Risiko. Am Neuen Gymnasium Bochum sorgt die Lichtkuppel für Hitze. Doch nur die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 haben dort nach der 4. Stunde hitzefrei. 

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Kommunale Wärmewende – Bleibt Heizen bezahlbar?

Info-Veranstaltung vom Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e.V.

In den kommenden Jahrzehnten werden die meisten Bochumer Häuser energetisch umgestellt. Das bedeutet konkret, bessere Dämmungen und neue Heizungen. Die Stadt Bochum hat dafür im Mai den Wärmeplan veröffentlicht, der angibt wo künftig Fernwärme verlegt sein wird. Im Rahmen der Wärmewende muss die Wärmeversorgung mittelfristig in allen anderen Häusern mit Nahwärmenetzen sowie Wärmepumpen sicher gestellt werden. Das Bündnis „Wir wollen wohnen Bochum“ lädt daher ein, um über die Planungen und offene Fragen zu informieren.

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Aufruf Ruhrpott Rebellion: Das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit ist dabei!

Ruhrpott Rebellion – Hände weg vom Sozialstaat!
10. Juli 2026, 17:00 Uhr, Dr.-Ruer-Platz, Bochum

Breites Bündnis ruft zur Teilnahme an der Ruhrpott Rebellion in Bochum auf

„Wenn bei Bildung, Inklusion, Integration und sozialer Sicherheit gekürzt wird, betrifft das nicht Einzelne – es betrifft uns alle. Deshalb gehen wir am 10. Juli in Bochum auf die Straße.“

Das Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit Bochum unterstützt den Aufruf zur Ruhrpott Rebellion und wirbt für eine breite Beteiligung an der Kundgebung „Hände weg vom Sozialstaat!“ am 10. Juli 2026 auf dem Dr.-Ruer-Platz in Bochum. Gemeinsam mit Gewerkschaften, Sozialverbänden, Initiativen und zahlreichen Engagierten setzt sich das Bündnis für den Erhalt sozialer Sicherungssysteme, gesellschaftliche Teilhabe und eine solidarische Gesellschaft ein.

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Über 250 Organisationen fordern von Bundesregierung Aufnahme gefährdeter Menschen aus Afghanistan

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember) fordern mehr als 250 deutsche Organisationen, darunter auch das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit, die Bundesregierung auf:
Menschenrechte wahren – Versprechen halten! Nehmt die Schutzsuchenden aus Afghanistan mit Aufnahmezusage endlich auf!

„Tun Sie jetzt alles in Ihrer macht Stehende, um die Afghaninnen und Afghanen mit Aufnahmezusage bis Jahresende nach Deutschland zu holen“, heißt es in dem Offenen Brief, der namentlich an die Bundesminister Alexander Dobrindt und Johann Wadephul gerichtet ist.

Noch immer warten rund 1.800 afghanische Menschen darauf, nach Deutschland in Sicherheit zu kommen. Über 70 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder. Die pakistanische Regierung droht ihnen mit der Abschiebung nach Afghanistan, wenn sie nicht bis Ende Dezember das Land verlassen haben. „Die Zeit drängt. Es zählt buchstäblich jeder Tag“, heißt es in dem Offenen Brief.

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Jugendring sucht Ferienpaten

»Fast jedes vierte Kind in Bochum lebt in einem einkommensarmen Haushalt und ist von zahlreichen Freizeitaktivitäten ausgeschlossen. Die Familien können den Teilnahmebeitrag für eine Ferienfreizeit nicht mehr aufbringen. Dabei sind Jugendreisen wichtige Lernorte mit einer pädagogischen Begleitung und tragen zur Entwicklung persönlicher und sozialer Kompetenzen der Teilnehmenden bei.«

Der Kinder- und Jugendring Bochum hat 2010 das Projekt „Bochumer Ferienpate“ auf den Weg gebracht, um benachteiligten Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an einer Ferienfreizeit eines gemeinnützigen Trägers zu ermöglichen. Mithilfe der Spendengelder konnten bis heute 3.301 Kinder und Jugendliche gefördert werden. Um in den Schulferien im nächsten Jahr einkommensarme Familien unterstützen zu können, suchen wir Ferienpaten und bitten herzlich um Spenden.

Die Spendenbeiträge werden zweckgebunden verwendet und kommen zu 100 % Kindern und Jugendlichen zugute. Die Verwaltungs- und Organisationskosten trägt der Kinder- und Jugendring.

Für das Ferienpatenprojekt ist ein Sonderkonto bei der Sparkasse Bochum IBAN: DE71 4305 0001 0001 5222 00, Verwendungszweck „Projekt Bochumer Ferienpate“ eingerichtet worden.

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DGB Bochum: Gewalthilfegesetz umsetzen jetzt!

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund Bochum die zügige und konsequente Umsetzung des neuen Gewalthilfegesetzes.

„Jede Frau, die in Bochum oder anderswo in Deutschland Schutz vor Gewalt sucht, muss diesen Schutz sofort und kostenfrei erhalten – unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Aufenthaltsstatus“, erklärt Marc Schneider, Vorsitzender des DGB Bochum. „Dass diese Hilfe heute vielerorts vom Wohnort oder von Spenden abhängt, ist schlicht untragbar.“  

Fotorechte: DGB Ruhr-Mark
vlnr: Stefan Marx (Geschäftsführer DGB Ruhr-Mark), Martin Simon (GdP), Rebecca Sirsch (GEW), Patrick Rauch (DGB Jugend), Christel Jünger (GEW), Marc Schneider (Vorsitzender DGB Bochum),
Claudia Bonan (stellv. Vorsitzende DGB Bochum), Bettina Gantenberg (ver.di)
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